Projekt-Aufgabe: Planungen für die neue administrative Hauptstadt von Südkorea mit dem Ziel eine nachhaltige Stadt mit den heutigen technischen Möglichkeiten unter Berücksichtigung der Lage am Fluss mit der Gefahr von Überschwemmungen zu konzipieren. Besonders im Fokus standen auch die Versorgungs- & Entsorgungslösungen im Hinblick auf die Zukunftsfähigkeit des Konzeptes.
Konzept: Im Konzept wurden folgende Schwerpunkte gelegt. Durch Dezentralisierung von Wohngebieten, Gewerbezentren, Behörden und Industrie wurden in der Summe die Wege der Menschen zu Ihren Arbeitsplätzen reduziert mit dem Nutzen von geringem Energiebedarf, schnelleren Wegen zur Arbeit und somit Freizeitgewinn und weniger Bedarf an großen Verkehrsachsen durch die Stadt. Als Energie-Versorgungs- und Entsorgungskonzept wurde das ZAK / MYT-System gewählt welches aus Haushaltsabfällen 93% Wertstoffe, darunter einen Großteil verwertbarer Energien zurückgewinnt und so den zusätzlichen Energiebedarf massiv reduziert. Darüber hinaus dienen diese Anlagen der Wasseraufbereitung. Der restliche Energiebedarf wurde mit einem Mix aus effizienten fossilen Kraftwerken und regenerativen Energiequellen wie Solarthermie, Photovoltaik und Windkraftanlagen und Blockheizkraftwerken gedeckt. Die Gefahr von Überschwemmungen des Flusses wurde durch ein riesiges Ringbecken gebannt. Durch eine kompakte Gebäude-Architektur wurde der Energiebedarf der Gebäude optimiert da Wärmeverluste in Relation zu Wohn-/Nutzfläche reduziert sind und diese Gebäudeformen weniger Aufheizfläche für die Sonne bieten, wodurch sie einen geringeren Kühlbedarf haben, bzw. höheren klimatischen Komfort bieten.
Team: Schmidt und Kunzemann Architekten, Büro für Sonnenenergie Prof. Stahl, Fa. Herrenknecht, Zweckverband Kahlenberg , und der Zweckverband Breigauer Bucht
Auszeichnung: Der Beitrag wurde im internationalen Wettbewerb mit dem 2. Preis ausgezeichnet. In der Folge wurden weitere Studien an das Büro übertragen.