Projekt-Aufgabe: Konzeption einer Wissenschaftsstadt in Tono in der Region Gifu in Japan bei der untersucht werden sollte wie die Menschheit unter extremen Lebensbedingungen überleben kann. Die Aufgabenstellung umfasste die Fragestellungen wie sich eine Stadt mit diesem Anspruch der Welt präsentieren sollte und wie attraktiv und lebenswert so eine Stadt gestaltet werden kann.
Das Konzept basiert auf der These, daß durch eine einseitige Konzentration nur auf die Wissenschaft nicht die nötige Komplexität entsteht, welche die Voraussetzung für das Entstehen einer lebendigen Stadt ist. Wissenschaft = Invention, Kreativität, Produktion, „Gehirn“. Der notwendige Gegenpol: Unterhaltung, Entspannung, Konsum, „Magen“, sprich Tourismus. Damit der Konsum nicht auf schlechtem Gewissen beruht, sollte der Verbrauch absolut sauber sein. Das heißt die Energiedeckung zu 100% durch regenerative Energien erfolgen. Dadurch ergaben sich zwei Anforderungen an die Produktion regenerativer Energien: Sie muss umfassend sein (wissenschaftlicher Anspruch). Sie muss ästhetisch nicht nur überzeugend sondern sogar eine Attraktion sein (touristischer Anspruch). Diese Ziele konnten mit dem Einsatz von Sonnenkollektoren, PV, Windkraftanlagen und Holzheizungsanlagen in Kombination mit einer spektakulären Architektur und Landschaftsarchitekturgestaltung gelöst werden.
Team: Das Projekt entstand in einem interdisziplinären Team: Schmidt und Kunzemann Architekten, Büro für Sonnenenergie Prof. Stahl, das Grafikbüro Harriet Corcodel.
Auszeichnung: Der Beitrag wurde im internationalen Wettbewerb mit dem 2. Preis ausgezeichnet.Die Arbeit wurde unter dem Thema Städtebau als Marketing mit dem Weissenhofpreis prämiert.